Pressemitteilung der Wachstumswende Wendland

27.01.2018

Veranstaltung „ Buen Vivir – das Recht auf ein gutes Leben“

Alberto Acosta kommt ins Wendland!

Die WachstumsWende Wendland, die ANU ( Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt) sowie die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow/Dannenberg laden zu einer Veranstaltung mit Alberto Acosta  ein.

Alberto Acosta kommt aus Ecuador, ist international anerkannter Politiker und leidenschaftlicher Verfechter der Lebenskultur der indigenen Völker Südamerikas. Er spricht zu dem Thema „ Buen Vivir – das Recht auf ein gutes Leben“.


In der Veranstaltung geht es um Buen Vivir“, um das ursprüngliche, traditionelle, Jahrhunderte alte Leben und Wirtschaften der indigenen Völker der Andenregion und des Amazonasgebiets Südamerikas, das sich gründet auf ein solidarisches Miteinander der Menschen und das im Einklang und Harmonie mit der Natur, mit „ Mutter Erde“ steht.


Acosta geht der Frage nach, welche Ideen und Vorstellungen, welche politischen Leitlinien lassen sich aus dem „ Buen Vivir“ für die westliche Welt entwickeln, deren Wirtschaft unaufhörlich wächst und bestimmt wird von Konkurrenz und Verschwendung von Ressourcen, dabei Umwelt und Natur zerstört und Menschen in den Ländern des Südens ihre Lebensgrundlage nimmt.


Acosta schreibt: „ Angesichts des Scheiterns der aktuellen Wachstums- und Fortschrittskonzepte in der westlichen Welt und der drohenden ökologischen und sozialen Krisen werden neue Ideen heute zu einer Frage des Überlebens. Das Konzept des „ Buen Vivir“ gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung...“


Alberto Acosta übt deutliche Kritik an einem unaufhörlichen Wirtschaftswachstum und warnt vor den dramatischen Auswirkungen dieser Wirtschaftsform .
Auf einer internationalen Konferenz in Berlin sagte er schon 2010: „ Wenn wir mit dem ständigen Wachstum, mit einer unaufhörlichen Produktion materieller Güter so weitermachen, wird unser Planet kollabieren durch Auswirkungen der steigenden Erderwärmung, Naturzerstörung, Verlust der Biodiversität weltweit“. .

Acosta war bis 2008 in Ecuador Minister für Energie und Bergbau, im Jahr 2013 Präsidentschaftskandidat und er war als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors maßgeblich an der Integration des „ Buen Vivir“ in die Verfassung Ecuadors verantwortlich. Im November 2017 erhielt er zusammen mit Prof. Schellnhuber, Präsident des Klimaforschungsinstituts in Rostock, den Carlowitz – Nachhaltigkeitspreis. Heute arbeitet er als Professor für Ökonomie an der Lateinamerikanischen Fakultät für Sozialwissenschaften in Quito.

Es ist beeindruckend, wie leidenschaftlich und charismatisch er in der ganzen Welt für eine neue Ethik im Wirtschaften und im Umgang mit der Natur wirbt.
Über seine Haltung der Zukunft gegenüber schreibt Alberto Acosta im Vorspann zu seinem Buch“ Buen Vivir – Das Recht auf ein gutes Leben“: „Wenn ich mir die Welt meiner Enkelkinder vorstelle....Die Aufgabe ist nicht vollbracht. Sie steht gerade erst am Anfang......Und wird auch immer am Anfang stehen.“

Die Musikgruppe „Grupo Sal“ trägt mit unglaublicher Leidenschaft und Kraft ihre Musik vor. Die lateinamerikanischen Rhythmen und politischen Liedtexten aus Südamerika begeistern und reißen das Publikum mit. Sie sind ein zentraler Teil der Veranstaltung.

Seit über 30 Jahren setzt sich die Grupo Sal mit ihrer Musik mit großem Engagement für eine gerechtere Welt und für ein würdevolles Miteinander der Menschen ein, hatte unter anderem Auftritte mit Ernesto Cardenal und gilt als eine bedeutende Stimme Lateinamerikas.

Diese Veranstaltung ist ein Beitrag, der Wege hin zu einer menschlicheren Gesellschaft aufzeigt, wie sie in der Kultur der indigenen Völker Südamerikas enthalten sind.


Die Veranstaltung findet am Freitag, den 29. Juni 2018, im VERDO in Hitzacker statt und beginnt um 19 Uhr

Besonderer Gast und Mitwirkender ist der bekannte Wachstumskritiker Prof. Niko Paech, Uni Siegen.

Initiativen zu „Buen Vivir“ aus dem Landkreis sind eingeladen. Sie können vor der Veranstaltung in der Zeit von 17-19 Uhr im Foyer des VERDO ihre Arbeit zu „Gutes Leben im Wendland“ präsentieren.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Alberto Acosta spricht deutsch.



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